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Klimaschutzkonzept Landkreis Peine

Planet PE

Erneuerbare Energien im Landkreis

Der Landkreis Peine auf dem Weg zur 100-%-Versorgung.
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Bioenergie

Aktueller Stand im Landkreis Peine
Einspeisung Strom aus Bioenergieanlagen (2010): 32 GWh/a
Anteil von Bioenergie am Stromverbrauch insgesamt: 8%
Anteil von Holz am Energieverbrauch insgesamt: 3%
Anzahl der Anlagen im Landkreis (2013): 22
Installierte Leistung (2010): 4,9 MW

Karte mit Standorten
geoportal.zgb.de/energie/energieportal.html

Quelle:
www.energymap.info
geoportal.zgb.de/energie/energieportal.html

Zu dem Sammelbegriff Bioenergie gehören verschiedene Energieträger und Techniken, die vielseitig eingesetzt werden können. So liefern beispielsweise Holzscheite oder Pellets Wärme; biogene Brennstoffe befeuern Blockheizkraftwerke (BHKW) und produzieren dabei sowohl Strom als auch Wärme; und Biogasanlagen können außer Strom und Wärme auch Treibstoff liefern. Auch die Energie aus Rest- und Abfallstoffen organischen Ursprungs zählt zur Bioenergie. Insgesamt können biogene Brenn- und Treibstoffe sehr gut transportiert und gelagert werden. Zudem kann die erforderliche Biomasse in der Regel vor Ort angebaut werden. Trotzdem ist dies nicht immer konfliktfrei. Denn um landwirtschaftliche Flächen konkurrieren Energiepflanzen mit Pflanzen für Nahrungsmittel und andere Nutzungen. Zudem werden Energiepflanzen meist als Monokulturen angebaut und können so das Aussehen einer Landschaft verändern.

Bisher ist der Anteil biogener Energieträger am Strom- und Wärmeverbrauch im Landkreis Peine sehr gering. Hier können noch viele Schritte unternommen werden, um das existierende Angebot an Energiepflanzen, Holz, organischen Reststoffen und Gülle weiter zu nutzen.

Beispiele in den Gebäuden des Landkreises

Für zwei Schulzentren in Trägerschaft des Landkreises ist im Jahr 2011 eine neue Wärmeversorgung mit biogenen Energieträgern installiert worden:
Im Schulzentrum Edemissen steht eine Anlage, die mit Holzhackschnitzeln befeuert und als Contracting-Modell betrieben wird; den Brennstoff liefert ein regionales Unternehmen: Bis zu 90 % des Wärmebedarfs des Schulzentrums werden erneuerbar gedeckt. Auch das Schulzentrum Hohenhameln wird von einem Biogas-Blockheizkraftwerk mit regenerativer Wärme per Contracting nahezu vollversorgt. Auch hier bleibt die Wertschöpfung in der Region, denn regionale Landwirte beliefern die Biogasanlage.

Beide Schulzentren sind aufgrund des Bezugs von Ökostrom im Strombereich bereits zu 100 % CO2-neutral. Die zusätzliche Reduzierung des Kohlenstoffdioxids im Bereich Wärme führt dazu, dass die gesamte CO2-Bilanz der Schulzentren zu 90 % ausgeglichen ist.

Informationen und weitere Beispiele

Holzhackschnitzel-Heizung für Schulzentrum in Edemissen
Blick in die Energiezukunft: Biogasanlage in Peine
Biogasanlage in Mehrum mit 3,4 MW installierter Leistung

Informationen zur Technik (Links)

Das 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe bietet eine Fülle von Fachinformationen, Hintergründen sowie aktuellen Meldungen und Praxisbeispielen aus dem Norden Deutschlands.
www.3-n.info